Absicherung gegen Elementarschäden für Privat- und Gewerbekunden

Die drei Grundgefahren Feuer, Leitungswasser und Sturm/Hagel hat inzwischen „vernünftigerweise“ fast jeder Hauseigentümer abgesichert. Viele der möglichen Schäden, die zu hohen Kosten führen können, sind so bereits abgedeckt. Dennoch bietet diese Drei-Gefahren-Deckung noch viele Angriffspunkte für Schadenereignisse, deren Folgen Sie selbst tragen müssten.

Mehrere Landesregierungen starteten bereits Initiativen, um Hauseigentümer zur Erweiterung des Versicherungsschutzes um die sogenannten „Elementargefahren“ anzuregen, da die Schwere dieses Problems erkannt wurde. Man möchte Eigentümer mehr in die Eigenverantwortung nehmen, weshalb die Hilfsfonds für die Opfer von Elementarschäden entsprechend gestrichen wurden. Hilfszahlungen erhält so nur noch, wer sich nicht selbst hätte versichern können.


Versicherte Gefahren

Neben den „üblichen“ versicherten Gefahren Feuer, Leitungswasser, Sturm/Hagel, sowie in der Hausratversicherung auch Einbruchdiebstahl, können mit der Deckung gegen „Elementargefahren“ auch Schäden durch Lawinen/Schneedruck, Erdsenkung, Vulkanausbruch und weiteren Naturgefahren versichert werden. Die meisten Hauseigentümer entscheiden sich aufgrund der Absicherung von Überschwemmungs- und Rückstauschäden für die Deckungserweiterung. Auf diese beiden Gefahren möchten wir aufgrund der Schadenhäufigkeit näher eingehen:


Überschwemmung

Überflutet Oberflächenwasser (z. B. eines stehenden oder fließenden Gewässers) durch starke Witterungsniederschläge (auch Schmelze) Grund und Boden, spricht man im Sinne der Elementardeckung von einer Überschwemmung. Auch das niederschlagsbedingte Austreten von Grundwasser an der Erdoberfläche kann zu einer versicherten Flut führen.

Ein Beispiel: Der fränkische Ort Poxdorf liegt etwa 2 km vom Überschwemmungsgebiet des Flusses Regnitz entfernt. Am 21. Juli 2007 fielen dort innerhalb von nur 6 Stunden etwa 160 Liter Regen pro Quadratmeter. Der Fluss konnte die Wassermassen nicht mehr fassen und trat über seine Ufer. Nach kürzester Zeit waren in der Gegend um Poxdorf mehr als 1.000 Häuser und Keller überflutet. Es entstand ein Sachschaden von rund 100 Mio. Euro. Bei Überschwemmungen kommt es nämlich nicht nur zu Kosten durch direkte Schäden an der Bausubstanz und die Trockenlegung. Vielmehr sind es vor allem die Reinigungskosten, die schwer zu Buche schlagen. Wenn das Wasser abgelaufen ist, bleiben Schlamm und andere Verunreinigungen zurück. Die Beseitigung dieser Rückstände kann sehr aufwändig werden.

Ergänzung vom 23. Juli 2021: Am 14. Juli 2021 haben Starkregenereignisse erneut immense Schäden an Gebäuden, Autos und der gesamten Infrastruktur verursacht. Besondern betroffen waren die Städte Hagen und Erftstadt sowie Ortschaften rund um Ahrweiler in Rheinland-Pfalz. Die sonst kleinen Flüsse Erft und Ahr sind innerhalb weniger Minuten über die Ufer getreten und haben Schäden in Millardenhöhe (Schätzung des Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft) verursacht.


Rückstau

Bei Hochwasser füllt sich aufgrund der geographischen Gegebenheiten zuerst die Kanalisation, bis diese die Wassermassen nicht mehr aufnehmen kann. Tritt dieser Fall ein, sieht man dies in der Regel am Wasser, das aus den Gullis hervorquillt. Bei großen Wassermassen kann der Druck in den Leitungen der Kanalisation so hoch werden, dass das Wasser durch die Ableitungsrohre zurück ins Gebäude gedrückt wird. Dieser Rückstau verursacht neben Wasserschäden auch Verunreinigungen im Gebäude und macht Hochwasser auch in höheren Lagen, die von einer Überschwemmung selbst scheinbar geschützt wären, zu einer nicht zu unterschätzenden Gefahr.

In diesem Video der Wuppertaler Stadtwerke wird das Prinzip Rückstau veranschaulicht:

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Wichtige Information an unsere Kunden und Interessenten:

In der Abwassersatzung Ihrer Kommune kann der Einbau einer Rückstausicherung vorgeschrieben sein! Ist dies der Fall, kann der Versicherer im Schadenfall die Leistung aufgrund des Verstoßes gegen eine behördliche Auflage kürzen oder komplett verweigern – unabhängig davon, ob in den Versicherungsbedingungen der Einbau einer Rückstausicherung vorgeschrieben wird oder nicht.

Die jeweils aktuelle Satzung erhalten Sie in der Regel direkt bei der Stadt-, bzw. Kreisverwaltung oder auf deren Internetseite.

Sollten Sie Fragen hierzu haben, stehen wir Ihnen selbstverständlich gern zur Verfügung!


Linktipps:

  • umwelt.nrw : Naturgefahren können jeden treffen – Vorsorge ist möglich
  • dieversicherer.de : Haus & Garten – Ele­men­tar­scha­den­ver­si­che­rung
  • gdv.de : Schutz vor Naturgefahren wird immer wichtiger


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Firmenkundenbetreuerin
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